Worte zum Nachdenken

Allgemeine Infos zusammengestellt von ModeratorInnen und Wildwasser-Team

Beitragvon Elfe » Sa Jun 14, 2008 12:22 am

Der Kleine Prinz und der Fuchs


(für moonshadow und alle anderen..)

In diesem Augenblick erschien der Fuchs.

"Guten Tag", sagte der Fuchs.

"Guten Tag", antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah.

"Ich bin da", sagte die Stimme, "unter dem Apfelbaum ..."

"Wer bist du?" sagte der kleine Prinz. "Du bist sehr hübsch ..."

"Ich bin ein Fuchs", sagte der Fuchs.

"Komm und spiel mit mir", schlug ihm der kleine Prinz vor. "Ich bin so traurig ..."

"Ich kann nicht mit dir spielen", sagte der Fuchs. "Ich bin noch nicht gezähmt!"

"Ah, Verzeihung!" sagte der kleine Prinz.

Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu:

"Was bedeutet 'zähmen'?"

"Du bist nicht von hier", sagte der Fuchs, "was suchst du?"

"Ich suche die Menschen", sagte der kleine Prinz. "Was bedeutet zähmen?"

"Die Menschen", sagte der Fuchs, "die haben Gewehre und schießen. Das ist sehr lästig.
Sie ziehen auch Hühner auf. Das ist ihr einziges Interesse. Du suchst Hühner?"

"Nein", sagte der kleine Prinz, "ich suche Freunde. Was heißt 'zähmen'?"

"Zähmen, das ist eine in Vergessenheit geratene Sache", sagte der Fuchs. "Es bedeutet, sich 'vertraut machen'."

"Vertraut machen?"

"Gewiß", sagte der Fuchs. "Noch bist du für mich nichts als ein kleiner Junge,
der hunderttausend kleinen Jungen völlig gleicht. Ich brauche dich nicht,
und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs,
der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen.
Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ..."

"Ich beginne zu verstehen", sagte der kleine Prinz.
"Es gibt eine Blume ... ich glaube, sie hat mich gezähmt ..."

"Das ist möglich", sagte der Fuchs. "man trifft auf der Erde alle möglichen Dinge ..."

"Oh, das ist nicht auf der Erde", sagte der kleine Prinz.

Der Fuchs schien sehr aufgeregt:

"Auf einem anderen Planeten?"

"Ja."

"Gibt es Jäger auf diesem Planeten?"

"Nein."

"Das ist interessant! und Hühner?"

"Nein."

"Nichts ist vollkommen!" seufzte der Fuchs.

Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück:

"Mein Leben ist eintönig. Ich jage Hühner, die Menschen jagen mich.
Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander.
Ich langweile mich also ein wenig.
Aber wenn du mich zähmst, wird mein leben wie durchsonnt sein.
Ich werde den Klang deines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet.
Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde.
Der deine wird mich wie Musik aus dem Bau locken.
Und dann schau! Du siehst da drüben die Weizenfelder?
Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos.
Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. und das ist traurig.
Aber du hast weizenblondes Haar.
Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast!
Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern.
Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide liebgewinnen."

Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an.

"Bitte ... zähme mich!" sagte er.

"Ich möchte wohl", antwortete der kleine Prinz, "aber ich habe nicht viel Zeit.
Ich muß Freunde finden und viele Dinge kennenlernen."

"Man kennt nur die Dinge, die man zähmt", sagte der Fuchs.
"Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen.
Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften.
Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt,
haben die Leute keine Freunde mehr.
Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!"

"Was muß ich da tun?" sagte der kleine Prinz.

"Du mußt sehr geduldig sein", antwortete der Fuchs.
"Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras.
Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel anschauen, und du wirst nichts sagen.
Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse.
Aber jeden Tag wirst du dich ein bißchen näher setzen können ..."

Am nächsten Morgen kam der kleine Prinz zurück.

"Es wäre besser gewesen, du wärst zur selben Stunde wiedergekommen", sagte der Fuchs.
"Wenn du zum Beispiel um vier Uhr nachmittags kommst, kann ich um drei Uhr anfangen,
glücklich zu sein. Je mehr die Zeit vergeht, um so glücklicher werde ich mich fühlen.
Um vier Uhr werde ich mich schon aufregen und beunruhigen; ich werde erfahren, wie teuer das Glück ist.
Wenn du aber irgendwann kommst, kann ich nie wissen,
wann mein Herz da sein soll ... Es muß feste Bräuche geben."

"Was heißt 'fester Brauch'?" sagte der kleine Prinz.

"Auch etwas in Vergessenheit Geratenes", sagte der Fuchs.
"Es ist das, was einen Tag vom anderen unterscheidet, eine Stunde von den anderen Stunden.
Es gibt zum Beispiel einen Brauch bei meinen Jägern. Sie tanzen am Donnerstag mit den Mädchen des Dorfes.
Daher ist Donnerstag der wunderbare Tag. Ich gehe bis zum Weinberg spazieren.
Wenn die Jäger irgendwann einmal zum Tanz gingen, wären die Tage alle gleich
und ich hätte niemals Ferien."

So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. und als die Stunde des Abschieds nahe war:

"Ach!" sagte der Fuchs, "ich werde weinen."

"Das ist deine Schuld", sagte der kleine Prinz, "ich wünschte dir nichts Übles, aber du hast gewollt, daß ich dich zähme ..."

"Gewiß", sagte der Fuchs.

"Aber nun wirst du weinen!" sagte der kleine Prinz.

"Bestimmt", sagte der Fuchs.

"So hast du also nichts gewonnen!"

"Ich habe", sagte der Fuchs, " die Farbe des Weizens gewonnen."
Dann fügte er hinzu:
"Geh die Rosen wieder anscheuen. Du wirst begreifen, daß die deine einzig ist in der Welt.
Du wirst wiederkommen und mir adieu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis schenken."

Der kleine Prinz ging, dir Rosen wiederzusehn.
"Ihr gleicht meiner Rose gar nicht, ihr seid noch nichts", sagte er zu ihnen.
"Niemand hat sich euch vertraut gemacht, und auch ihr habt euch niemandem vertraut gemacht.
Ihr seid, wie mein Fuchs war. Der war nichts als ein Fuchs wie hunderttausend andere.
Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er einzig in der Welt."
Und die Rosen waren sehr beschämt.
"Ihr seid schön, aber ihr seid leer", sagte er noch. "Man kann für euch nicht sterben.
Gewiß, ein Irgendwer, der vorübergeht, könnte glauben, meine Rose ähnle euch.
Aber in sich selbst ist sie wichtiger als ihr alle,
da sie es ist, die ich begossen habe.
Da sie es ist, die ich unter den Glassturz gestellt habe.
Da sie es ist, die ich mit dem Wandschirm geschützt habe.
Da sie es ist, deren Raupen ich getötet habe
(außer den zwei oder drei um der Schmetterlinge willen).
Da sie es ist, die ich klagen oder sich rühmen gehört habe
oder auch manchmal schweigen.
Da es meine Rose ist."

Und er kam zum Fuchs zurück.
"Adieu", sagte er ...

"Adieu", sagte der Fuchs.
"Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach:
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar."

"Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.",
wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

"Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig."

"Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe ...",
sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

"Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen", sagte der Fuchs. "Aber du darfst sie nicht vergessen.
Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.
Du bist für deine Rose verantwortlich ..."

"Ich bin für meine Rose verantwortlich ...",
wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.

(Aus Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)
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Beitragvon Elfe » So Jun 15, 2008 12:41 am

Heutiges Gebet aus Kraft zum Loslassen 15.6

Hilf mir Gott, dankbar zu sein für all meine Lektionen, auch für jene, die mir großen Schmerz und großes Leid zugefügt haben. Hilf mir zu lernen, was ich lernen muß, damit ich dem Schmerz in meinem Leben Einhalt gebieten kann. Hilf mir, daß ich mich auf das Ziel meines Heilungsprozesses konzentriere statt auf den Schmerz, der mich bewogen hat, ihn anzutreten.
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Beitragvon LunaSue » Mi Jul 02, 2008 3:55 pm

Die Brücke

Je ernsthafter wir in uns gehen,
desto mehr finden wir zueinander.
Der Weg zum anderen führt
über die seltsame Brücke
der eigenen inneren Welt.
Der Mensch, der sich selbst kennt,
findet um sich Brüder und Schwester,
und wer sich nicht kennt,
wird um sich nur Fremde sehen.

Was uns vom anderen trennt,
ist die Trennung von uns selbst

Ulrich Schaffer
Wie lange ich lebe,
liegt nicht in meiner Macht;
dass ich aber, solange ich lebe, wirklich lebe,
das hängt von mir ab

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Beitragvon smakig! » Do Jul 31, 2008 9:19 am

tun sie nicht so, als würden sie alles spielend alleine bewältigen.
dann hilft ihnen nämlich keiner.
verhalten sie sich so, daß anderen auch noch etwas zu tun bleibt.



aus: das kleine buch der zeit
.
tobe, zürne, misch dich ein... sage NEIN !!!
wer deutlich spricht, riskiert, verstanden zu werden........................................................................................................................................Bild


i will survive

...it´s my world, and it´s not a place i have to hide in...
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Beitragvon Elfe » Di Aug 05, 2008 1:16 am

„Abgrenzen – Nein sagen“

Sich Abzugrenzen fällt nicht immer leicht. Was passiert, wenn sich Menschen nicht abgrenzen können?

Eine wesentliche Voraussetzung für unser ganzheitliches Wohlbefinden ist die Fähigkeit Grenzen zu setzen und sich abgrenzen zu können. Beherrscht man diese Fähigkeit nicht so gut, kann sich das durch zahlreiche seelische und körperliche Symptomen äußern; Beispielsweise psychosomatische Erkrankungen (Probleme mit Magen und Verdauung), schmerzhafte Verspannungszustände, Schlafstörungen, Nervosität, Depression, Bourn Out können die Folge sein.

Häufig sind es die ganz besonders liebevollen, sensiblen und einfühlsamen Menschen, die davon betroffen sind. Solche Menschen finden wir häufig in helfenden Berufen, in Berufsgruppen, die besonders mit Menschen und deren Problemen zu tun haben. Also ein sich selbst verstärkendes System, wenn wir nicht lernen Grenzen zu setzen und uns abzugrenzen.
Sich selbst nicht abgrenzen zu können bedeutet meist, Probleme und Schicksalsschläge anderer Menschen zu nah an sich heran zu lassen. So werden die Sorgen anderer ein wenig zu den eigenen. Man leidet mit. Abhilfe verschafft in so einem Fall, wenn wir unsere Einstellung ein wenig verändern. Nicht Miteid sonder Mitgefühl – ist die Devise. l

Beinahe jeder zweite Mensch hat Schwierigkeiten, NEIN zu sagen. Menschen, die es gerne allen Recht machen möchten und Perfektionisten sind besonders betroffen.

Ein Thema ist das Abgrenzen/Grenzen setzen können, weil sich viele für die Harmonie verantwortlich fühlen und lieber mal nachgeben, um Auseinandersetzungen zu vermeiden.
Dabei handelt es sich jedoch um einen Trugschluss, denn die innere Disharmonie, die dabei entsteht überträgt sich jedenfalls auf die Menschen, die uns umgeben. Um Überlastungen vorzubeugen sollte unbedingt nein sagen gelernt werden.

Jeder kann das NEIN SAGEN lernen!
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Beitragvon die-fremde » Sa Aug 09, 2008 11:23 am

Es ist ein Wunder,
sagt das Herz.
Es ist eine große Verantwortung,
sagt der Verstand.
Es ist viel Sorge,
sagt die Angst.
Es ist eine große Herausforderung,
sagt die Erfahrung.
Es ist das größte Glück,
sagt die Liebe.
Es ist unser Kind,
sagen wir.
Einzigartig und kostbar.


...für die kleine Paulina....
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Die Freiheit des einen hört da auf,
wo die Freiheit des anderen beginnt.


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Beitragvon Elfe » Mi Aug 13, 2008 9:22 am

Veränderung wird im Alltag nur wirksam, wenn auch unbewusste Prozesse verändert werden, dies ist Ziel jeder Psychotherapie.

Seelische Störungen und Krankheiten lassen sich nie mit dem Verstand allein beseitigen, mit den Mitteln der Logik einfach abstellen

Märchen können Wegweiser in scheinbar ausweglosen Situationen sein. Sie fördern konstruktive Prozesse und Neuorientierungen und weisen einen eigenen Weg zur Lösung von Problemen.

Diesen Weg gilt es zu entschlüsseln, damit sich die höchst wichtige Frage beantwortet, welche Mittel und Wege das Märchen zur Heilung vorschlägt, mit anderen Worten, welche Lösung der Seele, die Weisheit des Unbewussten, findet


(Heinz-Peter Röhr - Ich traue meiner Wahrnehmung - Sexueller und emotionaler Missbrauch)
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Beitragvon Gast » Fr Aug 15, 2008 9:27 pm

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Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden,
dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist -
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man 'VERTRAUEN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen,
daß emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnung für mich sind,
gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich, das nennt man 'AUTENTHISCH-SEIN'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, daß alles um mich herum
eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man 'REIFE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
mich meiner freien Zeit zu berauben
und ich habe aufgehört,
weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude bereitet,
was ich liebe und mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man 'EHRLICHKEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit,
was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog,
weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das 'GESUNDEN EGOISMUS',
aber heute weiß ich, das ist 'SELBSTLIEBE'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört,
immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt,
das nennt man 'DEMUT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert,
weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick,
wo ALLES stattfindet.
So lebe ich heute jeden Tag und nenne es 'BEWUSSTHEIT'.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
da erkannte ich,
daß mich mein Denken armselig und krank machen kann,
als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute 'HERZENSWEISHEIT'.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich, DAS IST DAS LEBEN!


(Charlie Chaplin
an seinem 70.Geburtstag am 16.April 1959)
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Beitragvon Elfe » Fr Aug 29, 2008 1:23 pm

Wenn jemand aber darunter leidet, dass er einem anderen oder sich selber Schaden zugefügt hat und das nicht ungeschehen machen kann, muss er sich fragen, ob seine Beziehung zu sich selbst, zu seinen Mitmenschen überhaupt wiederhergestellt werden kann, ob also Schuld vergeben werden kann.

Wenn es keine Vergebung gibt, bleibe ich festgenagelt auf meine Vergangenheit, auf alles, was ich jemals einem anderen zugefügt habe.

Aber Vergebung entbindet den Täter keineswegs von seiner Verantwortung, sondern macht ihn erst fähig, dazu zu stehen.

Ohne Reue und ohne Änderung der Lebenshaltung kommt Vergebung nicht zur Geltung. Vergebung verurteilt den Schuldigen sozusagen zum Leben - zu einem Leben in Verantwortung

Auszug aus der Bibelwelt
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Beitragvon LunaSue » Mi Okt 01, 2008 11:15 am

Das ist zwar "trocken", aber ich bin gerade darauf gestoßen und finde es nachdenkenswert:

Lernen durch Einsicht

Lernen durch Einsicht oder auch kognitives Lernen meint die Aneignung oder Umstrukturierung von Wissen, das auf Nutzung der kognitiven Fähigkeiten beruht (wahrnehmen, vorstellen usw).

Der Begriff Einsicht meint hierbei das Erkennen und Verstehen eines Sachverhaltes, das Erfassen der Ursache-Wirkung Zusammenhänge, des Sinns und der Bedeutung einer Situation. Dieses ermöglicht zielgerechtes Verhalten und ist meistens erkennbar an einer Änderung des selben.

Sechs Phasen des Lernens durch Einsicht


Nach der kognitiven Lerntheorie von (u. a.) Wolfgang Köhler und Max Wertheimer gibt es sechs Phasen des Lernens durch Einsicht:

Auftauchen des Problems

Die Diskrepanz zwischen Ist und Soll (Ziel) erzeugt Spannung (Motivation) und somit das Suchen nach einer Lösung.

Probierverhalten

Das Ausprobieren bekannter und bewährter Handlungsstrategien. Bei Nicht-Erfolg erfolgt meistens eine Handlungspause.

Umstrukturierung

Das Situationsgefüge wird denkend neu erfasst und umstrukturiert. Versuch und Irrtum werden hierbei nicht in Wirklichkeit durchgeführt, sondern in Überlegung vollzogen. Der Vorteil im Gegensatz zu Konditionierung ist, dass Risiken bei Irrtum vermieden werden können.
Einsicht und Lösung

Einsicht und Lösung

...bis sich die Elemente (oft plötzlich) zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen ("Aha-Erlebnis").

Anwendung


Meistens setzt umgehend der Handlungsprozess ein. Bei Erfolg wird er beibehalten.

Übertragung

Die gefundene Lösung wird eingeübt und kann per Lerntransfer auf Ähnliches übertragen werden.
Wie lange ich lebe,
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Beitragvon Elfe » Do Okt 02, 2008 11:02 pm

@Luna
*puh... jetzt verstehe ich das Wort Einsicht etwas anders.*
______________________________________________________
Auszug aus einem Heftchen: Hilfe für die Seele

Kränkungen verstehen und überwinden


Ein bestimmter Satz, eine bestimmte Mimik, Nichtbeachtung
oder Kritik - und schon fühlen wir uns persönlich angegriffen, gedemütigt, gekränkt, beleidigt, nicht ernst genommen und verletzt. Fast jeder kennt solch schmerzliche Erfahrungen, bei denen wir uns sprachlos, dem anderen ausgeliefert oder wütend fühlen. Wir ziehen uns dann gekränkt und schmollend zurück oder gehen zum Angriff oder zur Verteidigung über. Wir verspüren Wut, Enttäuschung, Scham, Verzweiflung, Hass, Angst, Trauer, Verbitterung und kommen uns verlassen oder
abgelehnt vor. Manchmal glauben wir die Verletzung und den Schmerz nur aushalten zu können, indem wir den Kontakt abbrechen. Und manchmal tragen wir solch kränkende Erfahrungen quasi in ein Buch ein, das wir immer wieder durchlesen und so das kränkende Gefühl
am Leben erhalten. Bei einer Kränkung gerät auch unser Körper aus dem Gleichgewicht. Wir sind angespannt, haben ein Kloßgefühl im Hals oder weinen. Wir bekommen Herzrasen, ein Engegefühl in der Brust oder
haben Probleme, einzuschlafen, wenn wir die Kränkung nicht loslassen können.

Warumfühlen wir uns gekränkt?

Das Gefühl der Kränkung entsteht, wenn wir uns als gesamte Person zurückgewiesen, herabgesetzt und abgelehnt fühlen. Wir bewerten das Verhalten des anderen als gemein, hinterhältig, herz- und rücksichtslos.
Wir sehen uns als Opfer und den anderen als Täter. Meist ist uns nicht bewusst, dass wir zu unserer Kränkung auch einen gehörigen Teil beitragen, indem wir das Verhalten des anderen als persönlichen Angriff
auf unsere gesamte Person werten. Oder wir haben zu hohe Erwartungen an den anderen und sind zwangsläufig enttäuscht, wenn dieser sie nicht erfüllt. Wir sind es, die seine Worte missverstehen und etwas hineininterpretieren, was er vielleicht nicht gesagt oder gewollt hat. Wir sehen eine Absicht dahinter, wo es nur Unachtsamkeit oder Unwissenheit war. Wir ziehen uns den Schuh an, den der andere uns hinstellt, und deuten seine Worte oder sein Verhalten als Demütigung, Zurückweisung
oder Abwertung.


Es ist besser, zu vergeben und zu lächeln, als sich zu erinnern und traurig zu sein.



Wovon hängt es ab, wie stark wir uns gekränkt fühlen?

Unser Selbstwertgefühl spielt hierbei eine große Rolle. Wenn wir bestimmte Eigenschaften, Körpermerkmale oder Verhaltensweisen von uns ablehnen, dann hören wir bei anderen schneller eine Ablehnung heraus und fühlen uns schneller angegriffen und verletzt. Auch die Beziehung zum anderen spielt eine große Rolle. Je wichtiger der andere für uns ist, desto leichter fühlen wir uns von ihm bedroht, und umso schneller fühlen wir uns verletzt, wenn wir den Eindruck haben, der andere kritisiere uns. Je mehr wir für ihn "geopfert" und aufgegeben haben, umso mehr kränkt es uns, wenn er sich nicht nach unseren Vorstellungen verhält. Auch unsere seelische und körperliche Verfassung zum Zeitpunkt der Kränkung wirkt sich aus. Sind wir ohnehin schon gereizt, angespannt, ängstlich, wütend, verunsichert, ermüdet oder überfordert, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel größer, dass wir verletzt und (über)empfindlich reagieren. Wir bewerten dann das Verhalten der anderen sehr viel schneller als Kritik und Zurückweisung.

Warum" kränken" uns andere?

Häufig wollen uns andere nichts Böses. Sie glauben vielleicht sogar, uns etwas Gutes zu tun, sind gedankenlos, tollpatschig, vergesslich oder befinden sich selbst in einer Krise. Manchmal wollen uns andere aber auch
bewusst klein machen und verletzen, weil sie sich uns unterlegen fühlen, ihrem Ärger Luft machen wollen, mehr beachtet werden wollen, eigene Fehler oder Schuldgefühle abwehren wollen.

Was tun, wenn wir uns gekränkt fühlen?

Es wird immer wieder vorkommen, dass wir uns verletzt und gekränkt fühlen. Das können wir kaum verhindern. Wir können jedoch lernen, uns weniger häufig und weniger stark bedroht und verletzt zu fühlen. Ja, selbst
wenn eine Kränkung schon viele Jahre zurückliegt und uns immer noch Schmerzen bereitet, können wir lernen, die Kränkung loszulassen. Nachfolgend einige ErsteHilfe- Strategien, die Ihnen unmittelbar nach einer Kränkung Linderung bringen können.

1. Begeben Sie sich zunächst einmal in die Körperhaltung,
die Sie einnehmen, wenn Sie absolut überzeugt von sich sind! Stehen Sie aufrecht und schauen Sie nach vorne. Stellen Sie Ihre Füße fest auf den Boden.

2. Verlangsamen Sie Ihren Atemrhythmus, indem Sie bis tief hinunter in den Bauchraum atmen und den Atem langsam wieder ausströmen lassen.

3. Erinnern Sie sich daran, dass Sie nicht in Lebensgefahr
sind. Akzeptieren Sie das Verhalten des anderen für den Augenblick. Er verhält sich entsprechend seiner Lebensgeschichte, seiner Erwartungen,
Meinungen, Interessen und momentanen Verfassung. Sein Verhalten hat nichts mit Ihnen zu tun. Er hat das Recht, sich so zu verhalten. Sie haben das Recht, betroffen, enttäuscht und verärgert zu sein.

4. Fragen Sie ihn gezielt, wie er das, was er gesagt oder getan hat, genau gemeint hat.

5. Gehen Sie auf Abstand, indem Sie sich zunächst von dieser Person zurückziehen, bis Sie ruhiger sind.

6. Drücken Sie Ihre nicht erfüllten Wünsche und Ihr Enttäuschung in einem Brief an den Menschen aus, von dem Sie sich verletzt fühlen. Entscheiden Sie später, ob Sie den Brief an ihn abschicken, ihn persönlich
ansprechen oder den Kontakt abbrechen.

7. Begeben Sie sich auf eine Zeitreise und fragen Sie sich, welche Bedeutung das Verhalten des anderen in 5 Jahren von heute an haben wird. Ist es wirklich so bedeutsam für Ihr Leben, wie Sie es im Augenblick sehen? Von einer Kränkung kann man sich nur erholen, wenn man vergibt. Auch wenn der andere etwas gesagt oder getan hat, was
Ihnen nicht gefällt, müssen Sie diese Verletzung nicht auf Dauer mit sich herumtragen. Sie als Empfänger haben mehr Einfluss auf Ihre Gefühle als der Sender. Sie können entscheiden, alte Kränkungen loszulassen und zu
verzeihen. Jemandem zu verzeihen ändert nichts an dem, was geschehen ist, aber es erfüllt uns mit neuer Energie und öffnet uns für neue Beziehungen. Wenn wir verzeihen, dann unseretwillen und nicht wegen dem anderen.

Bücher zum Thema
Doris Wolf: Ab heute kränkt mich niemand mehr
(€ 14,80) PAL Verlag
Rolf Merkle: So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen
(€ 12,80) PAL Verlag


Nimm Dein Leben in die Hand. Du bist der Kapitän deines Lebens und bestimmst den Kurs
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Beitragvon Elfe » So Okt 19, 2008 2:53 pm

Saboteure des Glücks


susi14660 hat geschrieben:sehr lesenswert und regt etwas zum nachdenken an :wink:

habe ich auf dieser seite gefunden : http://www.psychotipps.com/


Glück - so zerstörst du es garantiert

33 Strategien für ein unglückliches Leben

Dank der Erkenntnisse der modernen Psychologie ist es nun endlich Jedermann und Jederfrau möglich, seine Gefühle dauerhaft und nachhaltig zu verschlechtern. Ich nenne diese Erkenntnisse der Psychologie die Saboteure des Glücks. Die Risiken und Nebenwirkungen dieser Saboteure sind garantiert: Unglücklichsein, Depressionen, Schuldgefühle, Ängste, Minderwertigkeitsgefühle, geringes Selbstbewusstsein, Eifersucht, Stress, Einsamkeit, Alkoholismus - um nur einige zu nennen.

Worauf beruhen die Strategien der Saboteure des Glücks
und wie können sie dein emotionales Befinden verschlechtern?

Die meisten Strategien der Saboteure sind uralt und doch aktueller denn je. Sie gehen auf die über 2000 Jahre alte Erkenntnis der Stoiker zurück, die da lautet: Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge. D.h. du kannst dir alleine dadurch schlechte Gefühle machen, dass du etwas negativ siehst und bewertest. Du bist der Schöpfer deiner Gedanken. So wie du die Fähigkeit hast, dir aufbauende, stärkende, positive, selbstbewusste, liebevolle und zuversichtliche Gedanken und Gefühle zu machen, hast du auch die Fähigkeit, dir schwächende, negative, ängstliche, ärgerliche und hasserfüllte Gedanken und Gefühle zu machen.

Es ist so einfach: Macht du dir deprimierende Gedanken, dann fühlst du dich deprimiert. Machst du dir ängstliche Gedanken, dann verspürst du Angst. Machst du dir ärgerliche Gedanken, dann bist du verärgert. Machst du dir hoffnungslose Gedanken, fühlst du dich hilflos. Deine Gedanken entscheiden darüber, ob das Leben, das du führst, befriedigend oder unbefriedigend, spannend oder langweilig, erfüllt oder unerfüllt ist. Deshalb ist es nicht übertrieben, zu sagen: Deine Gedanken sind die Baumeister deines Schicksals. Auf diesem einfachen und tausendfach durch Untersuchungen abgesicherten Gesetz beruhen die Strategien der Saboteure des Glücks.

In den über 25 Jahren, in denen ich als Psychotherapeut tätig bin, habe ich täglich eindrucksvoll erlebt, wie mächtig dieses Gesetz von Ursache und Wirkung (negative Gedanken führen zu negativen Gefühlen) ist und welchen Schaden es bei sachgemäßer Anwendung anrichten kann. Unter den Tausenden von Klienten, die mich aufsuchten, gab es keinen, bei dem dieses Prinzip nicht gewirkt hätte. Deshalb kann ich dir auch eine Art Garantie geben. Durch den Gebrauch dieser Saboteure des Glücks wird sich dein Leben nachhaltig verschlechtern. Versprochen.

Aus diesem Grund lehne ich auch jede Haftung für Schäden seelischer und körperlicher Art ab, die durch den Gebrauch dieser Strategien entstehen. Du handelst auf eigenes Risiko. Sei dir darüber im Klaren, dass die Befolgung dieser Anti-Glücks-Strategien dir und deinem Leben beträchtlichen Schaden zufügen kann. Wenn du also nicht bereit bist, dieses Risiko einzugehen, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, diese Seite zu verlassen und dich einem anderen Thema zuzuwenden. Sage nicht, ich hätte dich nicht gewarnt.


Ein kleiner Tipp, ehe du an die Pforte zur Hölle auf Erden trittst:

Du kannst natürlich auch gerade das Gegenteil von dem tun, was die Saboteure des Glücks vorschlagen und die Tür zum Paradies wird dir aufgetan. Aber, das liegt natürlich bei dir. Du musst das nicht. Du bist erwachsen und kannst selbst entscheiden, ob es dir gutgehen oder schlechtgehen soll.

Du hast die Wahl: du kannst dein Unglücklichsein mehren, indem du die Strategien der Saboteure des Glücks gewissenhaft befolgst oder du kannst dein Glücklichsein mehren, indem du aufhörst, nach diesen Strategien zu leben und dir solche aneignest, die dir helfen, dein Glücklichsein zu mehren. Du kannst also dein Glück zerstören oder schmieden - es liegt bei dir.

Wenn du dein Glück schmieden möchtest, dann solltest du damit beginnen, die Verantwortung für dich, deine Gefühle und dein Leben zu übernehmen. Schau in einen Spiegel und du siehst den Menschen, der für dein Glücklichsein und Unglücklichsein verantwortlich ist. Um es mit den Worten von Dale Carnegie auszudrücken:

Glück hängt nicht davon ab, wer du bist oder was du hast;
es hängt nur davon ab, was du denkst.

Was das heißt? Ganz einfach: Akzeptiere oder lerne zu akzeptieren, dass du zu 100 Prozent die Verantwortung für dein Leben und dein Glück hast. Du hast die Macht über dein Leben. Mach davon Gebrauch. Keine Ausreden mehr, keine Schuldzuweisungen mehr. Es ist dein Leben: du kannst damit tun, was du willst. Du kannst dich für dein Glück oder für dein Unglück entscheiden.

So, hier sind sie nun also:

Die 33 Saboteure des Glücks


Denke permanent schlecht von dir

Mach deinen Wert immer vom Ergebnis deines Handelns abhängig

Mach stets gute Miene zum bösen Spiel

Wenn du unglücklich bist, dann finde heraus, warum

Verzeih dir niemals deine Fehler

Vergleiche dich stets mit anderen

Sei nie mit dem zufrieden, was du hast

Verzeih anderen niemals deren Fehler und Schwächen

Halte dir ständig die Nachteile des Älterwerdens vor Augen

Übernimm nie die Verantwortung für dein Handeln

Traue keinem über den Weg

Zeige nie deine wahren Gefühle

Spiele das "Wenn ..., dann ...-Spiel"

Manipuliere andere nach Strich und Faden

Verlange von dir, alles perfekt machen zu müssen

Glaube, dass andere deine Gefühle verletzen können

Glaube, dass du dich nicht ändern kannst

Verlange, dass wichtige Leute dich mögen müssen

Sieh dich als Opfer deiner Vergangenheit und deiner Lebensumstände

Rechne stets mit dem Schlimmsten

Zweifle an deinen Fähigkeiten

Glaube, dass du keine Kontrolle über deine Gefühle hast

Sei überzeugt, dass du ein Pechvogel bist

Arbeite und leiste nur so viel, dass du nicht unangenehm auffällst

Fühle dich für andere und deren Wohlbefinden verantwortlich

Lass dir vorschreiben, wie du zu leben hast

Gehe allen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten aus dem Weg

Rede ständig über Krankheiten

Mach dir Sorgen um das Morgen

Suche und finde immer ein Haar in der Suppe

Rechne stets damit, zu versagen

Bemühe dich, es allen recht zu machen

Reg dich ständig über Ungerechtigkeiten auf

Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat.

- Marc Aurel -


© 2006-2008 Dr. Rolf Merkle - Saboteure des Glücks
Zuletzt geändert von Elfe am So Okt 19, 2008 3:25 pm, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon Elfe » So Okt 19, 2008 2:59 pm

Neue Beiträge können hier gepostet werden:

Worte zum Nachdenken in Allgemeinen/ Gästebuch

Liebe Grüße
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Beitragvon Elfe » Fr Jan 09, 2009 5:32 pm

Zur Konfliktlösung!

Auszug aus Hand in Hand mit dem Inneren Kind- Gabriela Bunz-Schlösser hat geschrieben:Wenn man auf einen Menschen wütend ist und vorhat, ihm ordentlich die Meinung zu sagen, ist es sehr sinnvoll, sich vorher zu überlegen, dass dieser Mensch nicht nur :Aus dem Anteil besteht, der einem im Moment maßlos auf die Nerven geht, sondern dass er (so ist es jedenfalls meistens) durchaus auch andere Anteile in sich hat, die man mag, liebt, schätzt usw. Es ist viel sinnvoller, wenn wir ihm erst sagen, was wir an ihm mögen, und ihm anschließend das mitteilen, was uns wütend macht, als wenn wir einen Rundumschlag durchführen. Letzteres führt schon rein bildhaft dazu, dass von der Person nichts mehr übrig bleibt als etwas "undefinierbar platt Gewalztes". Entsprechend sehen häufig die Reaktionen dieses "Restes" der Person aus. Wenn wir dem Menschen, mit dem wir ein "Hühnchen zu rupfen" haben, allerdings erst klarmachen, dass wir nicht ihn als Ganzes verurteilen, sondern dass uns nur von ihm ein 'Teil gerade sehr auf die Nerven geht, dann bleibt bei unserem Gegenüber trotz der Kritik ein großer Teil an Persönlichkeit unangefochten, die nichts mit dem zu tun hat, was uns im Moment gerade "stinkt". Dadurch haben Sie die Chance, dass der andere Ihre Kritik akzeptieren kann und sich zumindest überlegt, ob er sein Verhalten nicht ändern sollte.
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Re: Worte zum Nachdenken

Beitragvon Elfe » Do Jan 28, 2010 11:34 pm

In jeder konkreten Situation ist das "Beste" identisch mit dem geringsten Übel.
Ein Mensch der gut sein will, muß sorgsam gegeneinander abwägen, was das geringere Übel ist und was seine Pflicht, weil die einzige Alternative schlimmer ist.
Oft wünschen wir in einer solchen Situation, wir könnten die grausame Entscheidung umgehen, aber das ist unmöglich, denn wir stehen vor einer erzwungenen Wahl.
Selbst der Verzicht auf eine Entscheidung ist in sich eine Entscheidung, und vielleicht eine Entscheidung für die schlimmere der einzig möglichen Alternativen.
Der Mensch der die Entscheidung verweigert, ist dadurch nicht von der Verantwortung befreit, sondern offenkundig schuldig.
Wir sind ebenso verantwortlich für das Übel, das wir zulassen, wie für das Übel, das wir begehen.

* Elton Trueblood: General Philosophy (New York: Harper & Row 1963)
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